Wir machen Druck Berlin

In Berlin drucken wir

Wir-machen-Druck. de - Robert Keane spricht über Übernahmevorhaben. Cimpress wird mit der für 140 Mio. EUR vorgesehenen Akquisition von Wir-machen-Druck. Ende MÃ?

?rz 2016 das fÃ?hrende Online-Druckunternehmen in Europa werden. Für ein Gespräch über Zusammenhänge und Tatsachen steht mir Robert Keane, CEO von Cimpress, kurz zur Verf. zur Verfügung. Die Cimpress steht nach einer Vielzahl von Firmenübernahmen in den vergangenen Monaten in ganz Europa kurz davor, die deutsche Online-Druckerei "Wir-machen-Druck" zu übernehmen.

Welche sind die wesentlichen Gründe für die Unternehmensübernahme? Keane: Weißt du, Bernd, ein wesentlicher Bestandteil der Cimpress Mass Customization Platform "MCP" sind Kooperationen mit Spezialanbietern. We-make-print hat eine ausgezeichnete Lieferkette, die in der Regel einen wirklichen Zusatznutzen für die Verbraucher bietet. Das heißt, diese Akquisition veranschaulicht die drei Punkte, die ich auf dem On-Line Print-Symposium im vergangenen Jahr in München diskutiert habe:

Dr. Bernd Zipper: Wir sind in erster Linie ein Online-Drucksachenhändler. Am Hauptsitz von uns-machen-Druck in Backnang wird nicht produziert, aber es sind 150 Mitabeiter. Lediglich die Druckerei in Berlin beschäftigt 90 Mitabeiter. Robert-Keane: Wir machen Druck, einen Dealer anzurufen, wie AirBnB ein Reiseunternehmen oder MeinTaxi ein Taxi-Center zu sein.

Das Besondere an diesen Gesellschaften ist nicht das Eigentum an Assets, sondern die Tatsache, dass sie zum Wohle des Verbrauchers eine bessere Kombination von Anbieten und Fordern als andere herkömmliche Businessmodelle bieten. Mit dem internetbasierten Produktionspartnernetz hat sich Wir-machen-Druck als sehr innovative Firma erwiesen, die Ihren Auftraggebern eine riesige Bandbreite an Artikeln und Verarbeitungsmöglichkeiten mitbringt.

Dieses unglaublich breit gefächerte Produktspektrum ist für Cimpress insofern von Interesse, als wir der festen Überzeugung sind, dass die Kundschaft in Zukunft ein immer umfangreicheres Produktspektrum vorfinden wird. Cimpress will mit der anstehenden Ausweitung der Sortimentsbreite und des -tiefs das Themenfeld der Massenanpassung weit über den sonst übliche kollektive Formulardruck von Flugblättern und Visitenkarten auf 70x100 Blatt ausweiten.

Jetzt geht es um die große Frage: Wie wirkt die Massenanpassung für Spartenprodukte, d.h. für solche, die viel seltener angeboten werden? Dr. Bernd Zipper: Hast du schon eine Ausweg? Keane: Massenanpassung ist dann sinnvoll, wenn sie die Einrichtungskosten eliminiert, die herkömmliche Produktionsabläufe so kostspielig machen. Für die Massenanpassung einer Warengruppe sind neben Softwaresystemen zwei weitere Voraussetzungen erforderlich: eine Auftragsmenge von Waren, die so groß ist, dass es möglich ist, ihre Herstellung gleichzeitig und in der selben Regio zu kombinieren, und eine für dieses spezielle Warengruppe optimierte Spezialproduktion.

Bei den Auftragsmengen sollten Sie wissen, dass Cimpress im kommenden Jahr in Europa einen Umsatzvolumen von mehr als 1 Mill. EUR erreichen wird. Cimpress kann somit ein extrem bedeutender Ansprechpartner für Lieferanten mit spezialisierter Fertigung sein. Deshalb sind Druckpartnernetzwerke, wie sie von We-make-print gebildet wurden, so bedeutsam. Dr. Bernd Zipper: Der Wee-do-Pressure Deal ist eine der stärksten Akquisitionen von Cimpress überhaupt.

Keane: Alle unsere Anlageentscheidungen basieren auf längerfristigen und nicht auf kurzfristigeren Abwägungen. Wir gehen jedoch davon aus, dass wir in diesem Falle mit dem Druck kurz- und längerfristig eine sehr hohe Verzinsung erzielen werden. Weil Sie von "mächtig" reden - jede Akquisition ist uns aus unterschiedlichen Beweggründen von Bedeutung. Du musst dir den Zusammenhang und die Langzeitperspektive von Cimpress ansehen.

Cimpress wird im selben Zeitabschnitt fast 900 Mio. US-Dollar in Technik und Produktentwicklung und über 2 Mrd. US-Dollar in den Bereichen Vermarktung und Verkauf aufwenden. Darin nicht einmal enthalten sind die getätigten Eigeninvestitionen der Gesellschaften vor der Akquisition durch Cimpress. Die richtigen Werte kann ich jetzt nicht so schnell sagen, aber im Großen und Ganzen macht die Übernahmen von We-make-pressure weniger als fünf Prozentpunkte unserer Investments in den vergangenen fünf Jahren aus.

Bereits jetzt kooperiert Cimpress mit fast 100 Zulieferern auf der ganzen Welt, die für unsere Abnehmer und für die Abnehmer unserer Abnehmer produzieren. Mit Hilfe von Wir-machen-Druck kommen weitere rund 50 herausragende und erprobte Druckpartner aus ganz Deutschland hinzu. Auch für eine deutschsprachige Marke: Wir sind eine ausgezeichnete Adresse - vergleichbar mit der Firma Eldi in der Lebensmittelindustrie.

Dies ist eine Markenbekanntheit, die die Konsumenten aufgrund ihrer großen Bandbreite an hochqualitativen Erzeugnissen schätzen, die aufgrund ihres hocheffizienten Betriebes zu wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten werden. Dr. Bernd Zipper: Was wird sich mit uns ermessen? Der Geschäftsgrundsatz des Selbstdrucks fügt sich nicht in die produktgetriebene Struktur von Cimpress ein. Vor 21 Jahren hat Robert Keane, CEO Cimpress, dieses Unter-nehmen mit der klaren Absicht gegründet, dass sich jeder einzelne Artikel kaufen kann - nicht nur die großen und starken Kundschaft.

Dr. Bernd Zipper: Nahezu jede Akquisition in den vergangenen Wochen ist nach wie vor als eigenständige Brand unter dem Namen Cimpress tätig. Was ist mit unserem Druck? Sie bleiben bei der Linie Wir-machen-Druck? Keane: Wir werden uns als unsere eigene Brand präsentieren. Dies ist ein ganz anderes Segment von Vistaprint, dessen Kundschaft überwiegend Privatkunden oder Kleinunternehmen mit ein oder zwei Mitmenschen sind.

Viele Vistaprints sind nicht sicher, wie sie die DTP-Dateien verarbeiten sollen, die der Wir-make-Druck für eine Auftragserteilung hochladen muss. Außerdem verzichten wir auf den Konzept "One Brand Fit All". Wir-machen-Druck ist einer der preiswertesten Online-Druckanbieter in Mitteleuropa. Inwiefern steht dies in der Preisgestaltung von Cimpress?

Ist das neue Model, das sich Cimpress von seinen Mitbewerbern abgrenzen will, jetzt billig oder wenigstens preiswert? Keane: Ich habe dieses Haus vor 21 Jahren mit der klaren Absicht ins Leben gerufen, dass sich jeder einzelne Artikel kaufen kann - nicht nur die großen und starken Abnehmer. Nicht nur ein vorteilhafter Marktpreis ist ein wichtiger Bestandteil der Kundenzufriedenheit - er ist auch nicht der erste.

Für Firmen, die mehrere Brands vermarkten, ist es wichtig, dass sie ihren unterschiedlichen Abnehmersegmenten entsprechend der Definition und Erwartung der entsprechenden Zielgruppen ein Produktangebot unterbreiten. Dr. Bernd Zipper: Kann Cimpress all diese Anforderungen erfüllen? Robert-Keane: Cimpress verfügt über viele Brands. Andere wie Wir-machen-Druck und Pixartprinting konzentrieren sich auf eine sehr breite Palette von Produkten zu vernünftigen Konditionen.

Das sind die Brands, bei denen wir nicht erlauben, dass sie preislich unterschritten werden. Vor der Entscheidung für die Neuakquisition haben wir natürlich umfangreiche, laufende Prüfungen und Preisanalysen durchlaufen. Wir haben festgestellt, dass die Preisstruktur der Standardprodukte We-make-print ähnlich ist wie bei Saxoprint, Print24 und Derdruckerei.

Denn das Gesamtkonzept der Druckerei ist bereits 15 Jahre jung. Dr. Bernd Zipper: Ihre Neuerwerbung wird als recht offensiv angesehen, wenn man sich den Wettbewerbsdruck auf dem deutschsprachigen Online-Druckmarkt ansieht. Hast du eine genaue Vorstellung davon, wie sich dieser neue Teil von Cimpress in der Online-Druckbranche in den nächsten Jahren etablieren wird?

Keane: Der Gedanke, ein konstruktiver Partner der Online-Druckbranche in Deutschland zu sein, bleibt für uns selbstverständlich. Wir alle können davon in den Genuss kommen - die Online-Drucker und noch mehr die Verbraucher. We-make-print und andere Marken von KBA werden nicht als Einzelunternehmen an Branchenforen oder Repräsentationen wie dem IOP teilhaben. Wir werden hier unter dem Namen CCimpress auftauchen.

Die Wir-machen-Druck GmbH begleitet Cimpress in einem gemeinsamen Bewerb. Aber wenn Sie behaupten, dass wir Druck auf dem Schwarzmarkt recht offensiv ausüben, kann dies auf ein Mißverständnis zurückzuführen sein. Hervorzuheben ist, dass - mit Ausnahmefällen wie Exaprint in Frankreich - kein anderer Online-Drucker als der von Wir-machen-Druck sein GeschÃ?ftsmodell auf Kooperationen mit anderen Druckern aufbaut.

Allerdings teile ich Ihre Ansicht, dass das Managementteam von Wir-machen-Druck beschlossen hat, nicht über ihr Business-Modell zu sprechen. Es ist meine feste Überzeugung, dass Sie sich mit uns auf das fokussieren, was Sie im Fokus haben sollten: Wir wollen unseren Verbrauchern eine große Auswahl an individuellen, qualitativ hochstehenden und preiswerten Artikeln anbieten.

Wir-machen-Druck hat viele Partnerdruckereien. Die Wir-machen-Druck GmbH wäre ohne diese Kooperationen nicht in der Lage, ein derart umfangreiches Produktspektrum aufzustellen. Keane: Das hat mit dem zu tun, was ich bereits gesagt habe. Für den Unternehmenserfolg ist das Wir-machen-Druck-Netzwerk von entscheidender Bedeutung - und einer der wichtigsten Gründe für die Akquisition.

Für die nächsten Jahre gehen wir von einem rasant steigenden Auftragsbestand bei Druckpartnern und anderen Auftragsherstellern aus. Das betrifft nicht nur die Fertigung, die wir unter der Bezeichnung Wir-machen-Druck vertreiben, sondern letztlich viele Cimpress-Marken in ganz Europa. In Deutschland gibt es mehrere tausend gute kleine und mittlere Druckbetriebe und viele weitere in ganz Europa.

Bei diesen herkömmlichen Druckern gibt es nur drei Optionen. Man kann die Entwicklung hin zum Online-Geschäft übersehen und sich auf klassische Konsumenten fokussieren, von denen es sicher genug für viele Dekaden sein wird. Die beiden Partner arbeiten mit Cimpress zusammen, um Teil des Netzwerks zu werden, das maßgeschneiderte Lösungen für Tausende und Tausende von Konsumenten und Geschäftskunden auf der ganzen Welt bereitstellt.

Wir machen Druck und haben das ganze Business um diese dritte Option erweitert. Gleiches trifft auf Exaprint in Frankreich zu, das vor weniger als einem Jahr zu Cimpress kam. Mit diesen beiden Akquisitionen verfügt Cimpress über Supply-Chain-Expertise und -Verhältnisse - und Cimpress bietet diesen Firmen ein unglaubliches Auftragsvolumen.

Zusammen schaffen wir eine Zukunftsperspektive, in der die Softwareplattform von Cimpress jährlich rund 100 Mio. AuftrÃ??ge abwickeln kann - und am Ende noch mehr. Die Bestellungen kommen nicht nur von unseren eigenen Brands, sondern auch von mehreren tausend Händlern und großen Konzernen wie Amazon. Dazu gehört auch das Netz von hundert Druckpartnern auf der ganzen Weltkugel.

Durch die Zusammenarbeit mit Druckunternehmen, die sich in der unmittelbaren Umgebung unserer Auftraggeber befinden, können wir vor ort aufhalten. Für den Verbraucher heißt das: schneller und kostengünstiger liefern. Dr. Bernd Zipper: Wie wird uns-machen-Druck das Portfolio der anderen großen internationalen Konzernmarken von Cimpress ausweiten? Keane: Wir gehen davon aus, dass wir im Zeitablauf in der Lage sein werden, die Produkte unserer Gesellschaften auf einer einheitlichen Basis zu konsolidieren - und auch wir machen da Druck.

Bernd Zipper: Vistaprint ist mit einer großen Anzahl von anpassbaren Templates für die Gestaltung von Geschäftskarten und anderen unkomplizierten Druckerzeugnissen angewachsen. Wir von make-print arbeiten mit simplen Shoplösungen und unserer eigenen.NET-Plattform. Robert-Keane: Die Lösungsansätze von Wir-machen-Druck sind ein weiteres Beispiel für Kooperation. Mit diesen Technologien können Druckereien vor Ort ihr eigenes Unternehmen als Reseller unter ihrem eigenen Markennamen führen, ohne die riskanten und komplexen Investitionskosten zu tragen, die anfallen würden, wenn sie selbst in das Onlinegeschäft eintreten wollten.

Wir-machen-Druck - beide passen perfekt zu unserer Firmenphilosophie. Wir-machen-Druck hat vor wenigen Tagen ein neues Internetportal für Privatkunden, Home Offices und kleine Betriebe gestartet: Print.de. Nutzt Cimpress jetzt auch Tuweak oder muss We-do-Pressure in absehbarer Zeit mit der Technologieplattform von Cimpress auskommen? Keane: Zunächst einmal ist die Technologiestrategie von Cimpress vor allem auf unsere Backend-Massenanpassungsplattform MCP ausgerichtet, die alle unsere Brands und nicht das Front End mitträgt.

Daher empfehlen wir jeder unserer Markennamen, eine spezifische Technik zu verwenden oder zu entwicklen, die für ihre spezifische Zielgruppe am besten geeignet ist. Sicherlich wollen wir unseren Brands keine konzernweite Vereinheitlichung vorschreiben, denn wir wollen, dass sie alle die Möglichkeit haben, ihre eigenen Weichenstellungen vorzunehmen. Unabhängig davon, ob es sich um die Firma Tuweak oder andere potentielle Geschäftspartner mit einer hochwertigen, hochdifferenzierten Technik handelt, ich erwarte, dass Sie sehen werden, dass Cimpress weiterhin mit verschiedenen Geschäftspartnern zusammenarbeitet.

Robert, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.

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