Prospekterstellung

Broschürenerstellung

Der Wertpapierprospekt ist eine schriftliche Sammlung von Informationen über Art, Gegenstand und Risiken von Wertpapieren. Prospekterstellung ist ein neuralgischer Punkt in der Fondskonzeption und im Marketing. E. Vorbereitung des Prospektes Der nach den anwendbaren Rechtsvorschriften sorgfältig erstellte Verkaufsprospekt kann innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfungszeiträume rasch verarbeitet und oft innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens genehmigt werden. Oftmals können vorhandene Fragestellungen zu den Anforderungen an den Verkaufsprospekt im Voraus geklärt werden (z.

B. zu berücksichtigende frühere finanzielle Informationen, erforderliche Wertgutachten, relevante Anlagen zur EU-Prospektverordnung oder die Anwendung vereinfachter Prospektanforderungen).

Börsenprospekte können in einem oder in drei Schriftstücken erstellt werden (§ 12 WpPG). Die dreiteilige Version enthält die Bezeichnung des Ausstellers (das so genannte Registrierungsdokument), die Bezeichnung des Wertpapieres und die Kurzfassung des Prospektes in je einem separaten Schriftstück. Die Strukturierung eines Prospektes als ein- oder dreigeteilter Verkaufsprospekt bleibt dem Herausgeber überlassen.

Er kann in Gestalt eines Einzelprospekts oder in Gestalt eines Ausgangsprospekts aufgestellt werden (§ 6 WpPG). Es ist ein einziger Verkaufsprospekt zu erstellen, wenn bei der Prospekterstellung bereits die Details der Ausgabe festgelegt worden sind. Bei mehreren Emissionsvorhaben können Nichtdividendenwerte und Optionsscheine, die kontinuierlich, mehrfach oder im Zuge eines Übernahmeangebots ausgegeben werden, nach den Bedingungen des 6 Abs. 1 Wertpapierprospektes als Grundlage ausgegeben werden.

Es ist nicht erforderlich, dass ein Basiprospekt noch die definitiven Angebotsbedingungen enthält. Vielmehr können Informationen, die bis zum Auftreten des betreffenden Problems nicht bekannt sind, prinzipiell durch einen Plakathalter oder als wählbare Variante präsentiert werden. Die Frage, welche Informationen bereits im Grundprospekt zu finden sind, welche Informationen zumindest in den Grundpunkten des Grundprospekts zu präsentieren sind und welche Informationen nur in den Endbedingungen berücksichtigt werden müssen, ist in Artikel 2a, Anlage XX EU-Prospektverordnung festgelegt.

In der dreiteiligen Struktur kann dann ein einziges Registrierungsdokument für mehrere Basis- und Verkaufsprospekte verwendet werden. Durch einen Hinweis nach 11 Wertpapierprospekt können Informationen in öffentlichen Unterlagen unter bestimmten UmstÃ??nden in den Verkaufsprospekt aufgenommen werden. Damit werden die so enthaltenen Informationen Teil des Prospektes. Vor allem ist es möglich, Informationen aus einem bereits genehmigten und eingereichten Verkaufsprospekt oder aus Teilbereichen davon durch Bezugnahme in einen neuen Verkaufsprospekt aufzunehmen.

Dies trifft auch dann zu, wenn der bisherige Verkaufsprospekt nicht mehr in Kraft ist. Die aufzunehmenden Informationen müssen jedoch noch auf dem neuesten Stand sein. Sämtliche Informationen, die in einem Verkaufsprospekt in Gestalt eines Hinweises enthalten sind, müssen in eine Referenzliste aufgenommen werden (§ 11 Abs. 2 WpPG). Dieser besteht aus einer Kurzfassung, einer Emittentenbezeichnung (im dreigeteilten Verkaufsprospekt als Registrierungsdokument bezeichnet) und einer Wertpapiernote.

Form und inhaltliche Ausgestaltung der Kurzfassung sind in 5 Abs. 2, 2a und 2b Wertpapierprospekt, Artikel 24, Anlage XXII EU-Prospektverordnung enthalten. ESMA Q&A No. 80 beinhaltet auch zusätzliche Forderungen. Um ein gewisses Maß an europaweiter Verständlichkeit zu erreichen, werden an die Kurzfassung hohe formelle Ansprüche geknüpft. Ein zusammenfassender Teil eines Prospekts ist nicht erforderlich, wenn sich der Prospekthinweis auf Nicht-Aktienwerte mit einer Stückelung pro Anteil von mindestens 100 000 EUR erstreckt.

Der Emittent und die Wertpapiernote müssen auch die im separaten Kapitel "Risikofaktoren" beschriebenen aussteller- und sicherheitsspezifischen Risiken aufführen. Die erforderlichen Inhalte der Wertpapiernote und der Emittentin im Hauptbestandteil des Prospektes ergeben sich aus der EU-Prospektverordnung. Abhängig von der Wertpapierart und dem Aussteller sind unterschiedliche Anlagen zur EU-Prospektverordnung relevant und erfordern daher unterschiedliche Informationsstände.

Bei im EWR ansässigen Unternehmen ist die für die Genehmigung des Prospektes zuständige Stelle im Prinzip diejenige, in deren Land der Aussteller seinen formellen Wohnsitz hat. Für bestimmte Titel hat der Herausgeber jedoch die Wahl, ob das Domizilland oder ein anderes EWR-Land, in dem die Titel zum Handeln oder öffentlichen Angebot zuzulassen sind, kompetent ist.

Nichtdividendenwerte, die das Recht auf den Erwerb von Wertpapieren oder den Bezug von Bargeld darstellen, sofern weder der Schuldner noch ein zur Gruppe des Schuldners gehöriges Institut der Schuldner der Emittentin der Basiswerte ist. Im Falle von in einem Drittland ansässigen Ausstellern gibt es eine einzigartige Option zwischen dem EWR-Staat, in dem die Titel zum ersten Mal der Öffentlichkeit zum Kauf angeboten werden sollen, und dem EWR-Staat, in dem der erste Zulassungsantrag für den Handel einreicht.

Bevor der eigentliche Prospektprüfungsprozess eingeleitet wird, können individuelle Fragen, insbesondere nach dem vorgesehenen Zeitrahmen, den historisch relevanten finanziellen Informationen, die in den Prospekt aufzunehmen sind, usw., gestellt werden. Vor und während eines Genehmigungsverfahrens für einen deutschsprachigen Wertpapiersteckbrief können die Herausgeber die orale und formelle Mitteilung in englischer Sprache vornehmen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie sich vor der ersten Einreichung eines Prospektes beim MVP-Portal registrieren müssen (siehe Prospekte).

Das Registrierungsverfahren dauert so lange, dass der Verkaufsprospekt in der Regel erst am nächsten Werktag übermittelt werden kann. Mit Ausnahme einiger weniger Details, die erst kurz vor der Genehmigung stehen (z.B. laufende Entwicklung und Aussichten, Ausgabepreis, Kapitalisierungs- und Schuldenübersicht, Verwässerungsberechnungen), müssen alle Informationen über das Ausschreibungsverfahren, den Aussteller und die Papiere bereits in der Erstanmeldung berücksichtigt werden, wenn ein Aussteller einen gewissen Zeit- und Genehmigungszeitraum vorgibt.

Vor allem Jahresabschlüsse und Halbjahresabschlüsse, etwaige pro forma-Finanzinformationen oder Sachverständigengutachten, Erörterung und Erklärung von Finanzinformationen, die Übersetzung der geforderten Kurzfassung sowie Informationen über Vorstandsmitglieder dürfen nicht später als während des Auditprozesses eingereicht werden. Der Stichtag ist 20 Arbeitstage, wenn die Papiere dem Publikum zum Kauf angeboten werden und die Papiere des Ausstellers noch nicht zum Handeln an einem geregelten Freiverkehr in einem EWR-Land oder bereits zum Verkauf an das Publikum freigegeben sind.

Im Allgemeinen sind mehrere mündliche Verhandlungen und Änderungen notwendig, bevor der Verkaufsprospekt genehmigt werden kann. Nachdem der Verkaufsprospekt alle notwendigen Informationen enthalten und alle Unverständnisse und Inkonsistenzen beseitigt wurden, kann der Verkaufsprospekt genehmigt werden. Die Veröffentlichung des Prospekts hat nach der Genehmigung unmittelbar, längstens jedoch einen Arbeitstag vor dem Beginn des Börsengangs oder einen Arbeitstag vor der Aufnahme der Papiere in den Verkehr auf einem geregelten Freiverkehr zu erfolgen (§ 14 WpPG).

Sie muss im Netz veröffentlicht werden - entweder auf der Website des Ausstellers, der Finanzmittler oder der Zahlungsstelle oder auf der Website des geregelten Markts, für den die Handelszulassung verlangt wurde. Eine Publikation in Tages- oder Geschäftszeitungen oder durch die Bereitstellung des Prospektes in Printform ist ebenfalls noch möglich.

In diesem Fall ist jedoch auch eine Publikation auf der Website des Herausgebers, der Finanzmittler oder der Zahlungsstellen erwünscht. Wenn hingegen der Verkaufsprospekt nur im Netz publiziert wird, muss der Bieter oder die Publikation im Netz und / oder durch die Bereithaltung des Verkaufsprospektes zumindest bis zum Ende des Börsengangs oder, wenn später, bis zur Aufnahme des Handels an einem geregelten Handelsplatz dauern.

Enthält ein Verkaufsprospekt auch nach (wiederholter) Konsultation Fehler, die die Genehmigung des Verkaufsprospekts verhindern, und ist der Hersteller nicht in der Lage oder nicht bereit, diese Fehler zu beseitigen, so ist die Genehmigung endgültig abzulehnen. Die Prozedur zur Genehmigung eines Prospektes kann auch durch Zurückziehen des Antrags auf Genehmigung durch den Antragsteller eingestellt werden. Für die Genehmigung eines Prospektes wird eine Vergütung von 6.500 ? erhoben.

Wenn nur ein Registrierungsdokument oder eine Wertpapiernote und Kurzfassung für einen dreiteiligen Verkaufsprospekt genehmigt werden soll, wird je zur Hälfte berechnet. In diesen Fällen wird der Verkaufsprospekt auch in diesen osteuropäischen Staaten als anerkannter Verkaufsprospekt betrachtet. Treten zwischen dem Tag des Prospektes und dem Abschluss des Übernahmeangebots oder der Zulassung zum Börsenhandel an einem geregelten Ort (je nachdem, was später eintritt) wesentliche neue Gegebenheiten ein, so sind die Informationen im Prospekt zu aktualisieren.

Das Gleiche trifft zu, wenn in diesem Zeitpunkt eine erhebliche Ungenauigkeit im Prospekt festgestellt wird. Außerdem muss die Ergänzung Informationen über das durch die Ergänzung ausgelösten Widerspruchsrecht der Investoren beinhalten (§ 16 Abs. 3 WpPG).

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