Plastifizieren von Papier

Papier plastifizieren

Wenn Sie Laminierfolien und -papier professionell schneiden wollen, empfehle ich Ihnen eine zusätzliche Schneidemaschine. Laminieren, Versiegeln, Lackieren, Einprägen. Der letzte Teil unserer Wissenssammlung beschäftigt sich mit der Veredelung von Papier. Damit Papier haltbarer wird oder es schützt, wird es aufbereitet. Aber auch die Veredelung von Papier kann genutzt werden, um spannende Ergebnisse zu erreichen.

Weil eine partielle Beschichtung oder Reliefprägung einfache Papierprodukte in wertvolle Unterlagen verwandelt. Das Papier ist - um es kurz zu machen - aus trockenen und gepressten Ballaststoffen pflanzlichen Ursprungs.

Zu viel Wasser kann auch große Schäden verursachen. Damit das Papier wasser- und schmutzabweisend ist, wird es verfeinert, d.h. die Porositäten werden geschlossen. Auch die Papierverarbeitung wird eingesetzt, um den Wert des Papiers zu erhöhen - wie der Titel schon sagt. Für Zigarettenschachteln zum Beispiel wird Aluminiumfolie auf das Papier aufgeklebt, um das Geruchserlebnis des Inhaltes zu bewahren.

In der Regel handelt es sich jedoch um eine Kunststoffolie, die dazu dient, Papiere jeder Dicke mit mehr Farbbrillanz auf Hochglanz und Langlebigkeit zu bringen. Der Film wird mit einem so genannten Laminiermittel auf das Papier aufgedruckt. Erstere kombiniert die Schicht und den Leim mit Dampf und Hitze, wobei das im Leim enthaltene Chemikalienlösungsmittel oder das im Dispersionskleber enthaltene Dispersionswasser verdampft.

Beim Thermokaschieren wird dagegen ein Kleber verwendet, der durch Hitze geschmolzen wird. Anschließend wird die Schutzfolie durch Pressen mit dem Papier verklebt. Anders als beim 1-seitigen Kaschieren wird die Kaschierfolie beim Kaschieren auf beiden Substratseiten aufgetragen. Der Grund dafür ist, dass das Papier durch Drucken und Hitze buchstäblich vor Verschmutzungen geschützt wird, da die auf beiden Oberflächen aufgetragenen Schichten zusammengeschmolzen werden.

Vor allem Menüs, Karten und andere Planungen werden zum Schutz vor Schmutz und Nässe kaschiert. Die Papiere können auch durch Lackieren geschützt werden. Wenn der Drucklack nur verwendet wird, um Abnutzung und Nässe vom Papier fernzuhalten, wird ein Drucklack verwendet. Oftmals wird jedoch eine partielle Beschichtung als letzter Schliff verwendet, um die einzelnen Bereiche auf dem Papier zu betonen.

Glanz- und Mattbereiche wechselt sich dann ab und setzen ganz spezielle Schwerpunkte. Zusätzlich zu diesen Beschichtungen werden auch in der Papierverarbeitung eine Vielzahl von Spezialbeschichtungen eingesetzt. Glitterlack wird zum Beispiel durch integrierte Silber- und Goldpigmente hergestellt. Abhängig von der Partikelmenge hat der Anstrich einen stärker reflektierenden oder nur einen geringen Metalleffekt.

Ein weiterer Bestandteil des Lackes kann der Geruch sein. Genauso stark ist die Relieflackierung, bei der sich die Farbe wie ein Tropfen Wasser von der Oberfläche absetzt. Fluoreszierende Farben, die der Beschichtung zugesetzt werden, ermöglichen es, dass Spotlacke im Dunklen aufleuchten. Wenn die Farbe abkühlt, wird sie wieder blickdicht. Auf das Papier wird mit einem Prägestempel (Prägefoliendruck) eine Dünnfolie aufgepresst oder durch Wärmeübertragung (Heißfolienprägung) transferiert.

Von einem Trägerfilm wird eine metallbeschichtete Deckschicht entfernt und mit einem Spezialkleber auf das Substrat aufgetragen. Die aus mehreren Lagen bestehende Schicht wird im zweiten Farbwerk auf die mit Leim präparierten Bereiche transferiert. So wird z.B. ein feuerrotes Licht durch die Verwendung einer Gold- oder Silberfolie mit orange-rotem Druck erzeugt.

Weil die Kaltfolie auch als sehr feingliedriger Schriftzug oder Striche aufgetragen werden kann und relativ abriebfest ist, sollte sie zusätzlich durch Lackieren oder Folienlaminieren geschützt werden.

Mehr zum Thema