Druck Ansichtskarten

Ansichtskarten drucken

Print-Optionen für Grußkarten, Postkarten, Postkarten, Postkarten. Mit diesem Verfahren konnten farbenfrohere Postkarten gedruckt werden, anstatt nur Schwarzweißkarten. Ländliches Leben auf alten Postkarten.

Ansichtskartensammlung

Hier erfahren Sie, welche geschichtlichen Wiedergabemethoden bei der Produktion von Ansichtskarten aus der Sammlung des Grazer Museums eine wichtige Funktion hatten. Die Postkarte befand sich in einer Übergangsphase von der beliebten Printgrafik über die gedruckte Photographie bis hin zur so genannten echten Fotopostkarte. Dabei kamen unterschiedlichste Prozesse zum Einsatz. Eine Vielzahl von Prozessen wurde eingesetzt.

Deshalb haben wir nicht alle, sondern nur die bedeutendsten Prozeduren ausgewählt, die in den Beständen des Grazer Museums vorzufinden sind. Wir haben uns um überschaubare Rubriken bemüh. Es sei darauf hingewiesen, dass eine überwiegend topographische Sammlung wie die des Grazer Museums besondere Gewichte hat, die nicht auf alle anderen Sammlungen übertragen werden können.

Durch Anklicken des jeweiligen Beispielbildes erhalten Sie die Landkarte oder den Druckvorgang in großer Auflösung! Die Postkartensammlung des Grazer Museums (rund zwei Drittel) wurde zu einem viel größeren Teil im Druck aufbereitet. Die Fotopostkarte (ca. ein Drittel) kann manchmal im privaten oder kleinen Geschäftskontext mit kleinen Auflagen hergestellt werden, während die bedruckte Postkarte immer einen industriell geprägten Produktionsprozess und eine gewisse Auflage anzeigt.

Die Herstellung einer Druckform war zeitaufwendig und nur dann sinnvoll, wenn eine entsprechend große Zahl von Exemplaren verkauft werden konnte. In der Herstellung von bedruckten Ansichtskarten arbeiten verschiedene Spieler zusammen: Die Präsentation der Aufzeichnung (die Anordnung von Abbildung und Schrift, die graphische Realisierung, Retusche und Bildbearbeitung) wurde vom Kartenverlag übernommen und an eine Druckerei weitergeleitet, wo die Karte endgültig ausgedruckt wurde.

Wichtige Ansprechpartner im Bereich der bedruckten Ansichtskarten waren somit Verleger und Druckereien, während die Bildproduzenten selbst oft wenig von ihrer Leistung profitierten und auf den Plakaten meist unbenannt geblieben sind. Das bedeutendste Frühdruckverfahren für Ansichtskarten ( "Postkarten" aus den 1880er Jahren) war die Lithografie. Es war neben dem Holz- und Stahlgravieren, die beide gelegentlich auf früheren Ansichtskarten zu finden sind, das bedeutendste Prozess in der kommerziellen Grafik des neunzehnten Jh., das vor der Einbindung der Photographie in den Druckereiprozess in großem Umfang eingesetzt wurde.

Formell sind dies in der Regel keine kartenfüllenden Views, sondern kleine Bildteile, neben denen genügend Raum für die Einstellung einer Nachricht vorhanden war. In den Beständen des Grazer Museums ist der Lithografieanteil gering; er liegt bei 0,75%. Die Lithographievarianten sind unter einer Vergrößerungslupe an ihrer verhältnismäßig irregulären, grobkörnigen Struktur zu erkennen.

Während für den Schwarzweißdruck nur zwei bis drei Klischees benötigt wurden, wurden für den Farbdruck zumindest sechs und teilweise bis zu zwölf Klischees eingesetzt. Chromolithographisch gefertigte Ansichtskarten waren ebenfalls relativ aufwendig. Chromolithografie war die bedeutendste Methode der sogenannten "Grußkarten", die vor allem in der Zeit zwischen 1895 und 1905 beliebt waren.

Anschließend wurde die Herstellung schrittweise eingestellt; nur Grußkarten blieben bis in die Nachkriegszeit hinein dabei. In den Beständen des Grazer Museums liegt der Prozentsatz der chromlithografisch hergestellten Ansichtskarten bei 2,5%. Die Chromolithografie ist unter einer Vergrößerungsglasplatte an ihrer verhältnismäßig irregulären, grobkörnigen Struktur zu erkennen. Lichttdruck war das erste bedeutende Druckverfahren für Ansichtskarten, mit dem Fotos bedruckt werden konnten; damit wurde die bebilderte Karte zu einem massenhaften Phänomen.

Normalerweise konnten nur 1000 Exemplare einer Druckform produziert werden. Mit rund 25% ist sein Beteiligung an den Beständen des GrazerMuseums beträchtlich. Der Kollotyp ist unter einer Vergrößerungsglasplatte an seiner speziellen faltigen Maserung zu erkennen. Sie wurde im Bereich der Ansichtskarten um die Jahrtausendwende von Bedeutung, bleibt aber im Gegensatz zum Kupferstich (im Besitz des Grazer Museums: 9%) intakt.

Autotypen blieben bis nach 1950 als Methode interessant, obwohl sie zwischen 1950 und 1960 hauptsächlich als mehrfarbiger Druck für Ansichtskarten eingesetzt wurden. Der Autotyp ist unter einer Vergrößerungsglas an seinem regelmässigen Querraster und den für ihn charakteristischen Quetschkanten zu erkennen. Postkartenpapier mit glatter Oberfläche wurde hauptsächlich im Rahmen von Autotypen eingesetzt.

Die Methode wurde auf Ansichtskarten um die Jahrtausendwende eingeführt und wurde bis etwa 1920 angewendet. In den Beständen des Grazer Museums beträgt sein Marktanteil ca. 12%. Der photochrome Prozess ist unter einer Vergrößerungsglas an der für die Lithographie typischen irregulären, grobkörnigen Struktur zu erkennen. In der Gesamtwirkung ist der photographische Teil der Bildproduktion zu erkennen, aber nicht unter der Blende.

Auch in der Postkartenherstellung gewannen Kombidrucke, bei denen mehrere Prozesse kombiniert wurden, in der Zeit von 1900 bis etwa 1920 an Bedeutung. Für Ansichtskarten war zum einen die Verbindung von Kollotyp und Chromolithografie (Heliochromie) von Bedeutung, zum anderen die - häufiger - Verbindung von Autotyp und Chromolithografie (Autochromie). In der Inventur des Grazer Museums beläuft sich ihr Prozentsatz auf 7%.

Der autochrome Druck ist unter einer Vergrößerungsglas aus dem regulären Gitter des Autotyps (auch immer schwarz-weiß als "Zeichenplatte") und der irregulären, grobkörnigen Struktur der lithografisch generierten Farbflächen darüber ersichtlich. Der heliochrome Druck ist unter einer Vergrößerungsglasplatte durch die Verbindung der faltigen Maserung des Lichtdruckes (immer schwarz-weiß als "Zeichenplatte") und der irregulären, grobkörnigen Struktur der Farbflächen von lithographischen Platten ersichtlich.

Der Prozess des Kupferdruckes dominierte im Bereich der Ansichtskarten in den Jahren 1910 bis 1920 und war bis zur Kriegsnachkriegszeit (etwa 1960) von Bedeutung. Gleichzeitig wurde es zum bedeutendsten Prozess für die Herstellung von Bild- und Fotobänden. Im Falle von Kupfertiefdruckkarten ist davon auszugehen, dass diese in großen Stückzahlen hergestellt wurden, da der Druck nur in großen Stückzahlen profitabel war.

In den Beständen des Grazer Museums beträgt sein Marktanteil 3,7%. Der Kupfer-Tiefdruck ist unter einer Vergrößerungsglas an seinem diagonalen Gitter zu erkennen, das vor allem in den hellen Bereichen des Bildes auffällig ist. Eine weitere Besonderheit kann die Beschriftung sein, die oft mit einem Abzieher in die Druckform geritzt wurde.

Der Offsetdruck brachte eine erhebliche Einsparung in der Fertigung und führte zu einer tiefgreifenden Restrukturierung in der Postkartenindustrie. Der nur 3,8%ige Beteiligung am Gesamtbestand des Grazer Museums ist darauf zurÃ??ckzufÃ?hren, dass die Dekaden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der Gesamtschau weniger ausgeprÃ?

Die Offsetdrucke sind unter einer Vergrößerungsglas an ihren Siebpunkten mit unterschiedlichen Dichtegraden und Faserkanten zu erkennen. Im Gegensatz zu bedruckten Ansichtskarten beziehen sich Fotoansichtskarten nicht immer auf eine höhere Anzahl von Kopien. Ein wesentliches Kriterium für die Bedeutung der Postkartenfotografie war die Erfindung von strahlungsempfindlichen Ansichtskarten in den 1890er Jahren. Der Hauptvorteil war, dass die Bilder nicht laminiert werden mussten, sondern unmittelbar auf dem Imageträger erstellt werden konnten.

Zahlreiche Fotografen, aber auch Amateure und Fotografen nutzten diese einfache Gelegenheit, Ansichtskarten herzustellen. So befinden sich die Sujets oft an der Nahtstelle zur Ikonographie der Privatfotografie, sind aber auch im Kontext mit Formaten des früheren Fotojournalismus zu verstehen. Im Vergleich zu bedruckten Ansichtskarten war der Preisvorteil die Mengenflexibilität, vor allem aber die Geschwindigkeit der Herstellung.

Doch neben solchen kleinen kommerziellen oder persönlichen Zusammenhängen ergaben sich auch neue Massenproduktionsformen von Photopostkarten, die in Quantität und Output mit bedruckten Karten mithalten konnten. Die Bestände des Grazer Museums enthalten vor allem in den Jahren 1920 bis 1950 großtechnisch hergestellte Fotoansichtskarten mit höherer Auflagenhöhe. Die für Ansichtskarten sowie im Druckbereich verwendeten photographischen Prozesse unterlagen einer erheblichen Differenzierung.

Dabei haben wir nur diejenigen ausgewählt, die für die Bestände des Grazer Museums von Bedeutung sind und uns auch um überschaubare Rubriken bemühen. Weil es im Unterschied zu den Druckprozessen keine Bildauflösung gibt, ist ein vergrößertes Bild nicht sinnvoll. Vermutlich die ersten Arten von Fotodrucken im Umfeld von Ansichtskarten. In den Beständen des GrazerMuseums gibt es nur 2 Stk.

Damals gab es jedoch noch wenig Bedarf an dem Präparat. Im Vergleich zur Bedeutung von Gelatine-Papieren für die Postkartenherstellung ist ihr Marktanteil vernachlässigbar; im Inventar des Grazer Museums beträgt er nur 0,2%. Insbesondere das Bromsilberpapier gewann um die Jahrtausendwende an Bedeutung in der Postkartenherstellung und wurde von Fotografen für die Produktion von kleineren Ausgaben genutzt.

Erstmalig war eine ähnliche Massenproduktion möglich wie an der Druckmaschine. Die Sammlung des Grazer Museums enthält nur wenige gewerblich hergestellte Bildkarten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Dabei handelt es sich um Karten. Sie etablierten sich erst um 1920 für topographische Sujets und ersetzten die Massen der bedruckten Ansichtskarten.

Sie wurden bis etwa 1950 zum dominierenden Wiedergabeverfahren für topographische Ansichtskarten. Die quasi monopolartige Position über drei Dekaden spiegelt sich auch im Portfolioanteil wider, der 34% beträgt. Andreas Gruber im Zusammenhang mit dem Workshop "Identification and Dating of Illustrated Postcards", organisiert in Zusammenarbeit mit dem Fotoinstitut Bonnartes, dem Steiermärkischen Landarchiv und dem GrazerMuseum 2013.

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