Bogenoffsetdruck

Blechoffsetdruck

Lange Wartungsintervalle bei gleichbleibend hoher Druckqualität sind im heutigen Bogenoffsetdruck der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Die Funktionsweise des Bogenoffsetdrucks? Die Bogenoffsetdrucktechnik ist eine Sonderform des Offsets. Mit dieser speziellen Flächenstruktur werden Farben und Leerstellen auf der selben Fläche erzeugt. Die Kunst: Die fettige oder ölige Lackierung klebt nur auf Oberflächen, die auch fettig sind.

Der wasserhaltige Bereich dagegen stößt die Lackierung ab und bleibt somit entleert.

Allerdings wird der mit der Farbauftragung versehene Andruckzylinder nicht direkt auf das Bedruckstoffobjekt aufgedruckt. Dafür steht dazwischen ein Gummiwalzenzylinder. Die Ursache dafür ist vor allem historischer Natur, da sonst keine harten Druckgegenstände wie Blech oder Zinn hätten ausgedruckt werden können. Im Prinzip sieht der Druckprozess wie folgt aus: Das Printobjekt - in der Hauptsache also gestrichenes Blatt - wird über einen Andruckzylinder gegen den Gummituchzylinder gedrückt und weitergeschoben.

Der auf den Gummituchzylinder übertragene Farbstoff klebt auf dem Träger. Daher wird das Printobjekt nur mittelbar über den Gummiwalzenzylinder ausgedruckt. Der Prozess kann genutzt werden, um nicht nur auf papierbasiertem Material zu drucken. Es kann pro Druckverfahren nur eine einzige Druckfarbe verwendet werden, weshalb wir oft von einem Farbwerk sprechen.

Denn das Menschenauge ist aufgrund der visuellen Verwischung nur in der Regel in derstande, die individuellen Farbfelder der vier Farbfelder im Nahbereich zu erfassen. Wenn man die Bildpunkte sehr clever neben- oder übereinander ausdruckt, bekommt der Zuschauer den Anschein, als wäre es eine Mischfarbe. Anschließend ist es möglich, eine vorher durchgemischte Gesamtfarbe hinzuzufügen, um besondere Farbnuancen zu erzeugen.

Der Bogenoffsetdruck und der Rollendruck sind besondere Offsetdruckvarianten, die immer dann eingesetzt werden, wenn Pappe oder Papiere gedruckt werden sollen. Im Rollenoffset kommt das Material von großen Rollen, die teilweise mehrere tausend Kilogramm wiegen. Demgegenüber wird das Blatt im Bogenoffsetdruck in Einzelblättern eingezogen.

Bogenoffsetdruck ist sinnvoll, wenn in regelmäßigen Abständen eine Auflage von 1000 bis 50000 Kopien erreicht werden soll. Das ist eine Quelle: Neef und Manfred H. M. H. S. Stumme, Bogenoffsetdruckereien. Für noch höhere Druckauflagen von mind. 50000 Kopien wird der Rollendruck eingesetzt. Das Druckblech hat keine Erhebungen, so dass keine Schattierung oder Prägung auf das zu bedruckende Objekt aufgebracht wird.

Egal ob im Bogen- oder im Rollenoffsetdruck, die resultierenden Drucke sind nicht nur wasser- und witterungsbeständig, sondern auch UV-beständig beim Druck auf Folienbasis.

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